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Rund um das Hören

Ständiger Lärm macht krank

Mediziner: Das Gehör am Arbeitsplatz und in der Freizeit wirksam schützen

Verkehrslärm von Autos und Flugzeugen, ein hoher Geräuschpegel am Arbeitsplatz und laute Musik vom MP3-Player - wir sind ständig von Lärm umgeben. Welche gesundheitliche Folgen das haben kann erläutert unser Experte.


"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Lärm nach der Luftverschmutzung als zweitgrößtes Gesundheitsrisiko ein", sagt Professor Dr. Dr. Hans-Jürgen Welkoborsky, Chef der Hals-Nasen-Ohren-Kliniken des Klinikums Region Hannover. Eine Hauptursache, und besonders angestiegen, sei der Umweltlärm, bedingt durch die heute extrem mobile Gesellschaft.
"An einer vielbefahrenen Straße sind unsere Ohren einem Lärmpegel von etwa 70 Dezibel ausgesetzt", sagt er. Hebt ein Flugzeug ab, dröhnt es noch hundert Meter entfernt mit bis zu 150 Dezibel. Die schmerzgrenze für Lärm liegt bei 130 Dezibel. in Ruhe, also auch im Schlaf, stören oft schon 45 Dezibel. Flug- und bahnlärm werde als besonders unangenehm empfunden, da er sich aus verschieden hohen Frequenzen zusammensetzt, sagt der Mediziner.

Abhilfe können Lärmschutzfenster schaffen. "Umweltlärm vollständig zu meiden - ist jedoch nicht möglich."

 

Lärmbelastung am Arbeitsplatz, Schwerhörigkeit nimmt zu
Telefone klingeln, Tastaturen klappern, Gespräche werden geführt: Lärm am Arbeitsplatz gibt es nicht nur in Werkstätten und auf Baustellen, sondern auch in Büros. Nach einem Bericht des TÜV Rheinland gehört Lärm zu einem der wichtigsten Stressfaktoren im Büro. der Stress könne Konzentrationsfaktoren, Gereiztheit und Nervosität auslösen. "Burolärm kann bis zu 70 Dezibel laut sein. Die Lärmstärke ist nicht unbedingt entscheidend, jeder Mensch empfindet Lärm individuell", sagt Welkoborsky. Etwa zehn Prozent aller Erwachsenen seien besonders empfindlich. Schwerhörigkeit durch Lärm ist mittlerweile bundesweit die häufigste Berufskrankheit. Jährlich werden 6000 neue Fälle registriert.

Dauerhafter Lärm ob am Arbeitsplatz oder am Wohnort - ist riskant. Schon bei ständigen Lärm von 70 Dezibel kommt es zu einer Stresssituation des Körpers - der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, die Gefahr von Magengeschwüren wächst. Erkrankungen, wie Epilepsie, oder Depressionen können sich verschlimmern. Kurzer, heftiger Lärm - wie bei einem Silvesterböller - kann das Gehör schädigen und Schwerhörigkeit oder einen Tinnitus auslösen.

Stark angestiegen sei auch der Freizeitlärm, insbesondere bei Jugendlichen, sagt Welkoborsky. Musik in Diskotheken, bei Konzerten oder vom MP3-Player ist oft 120 Dezibel laut. Musik in hoher Frequenz könne zu Hörstörungen führen. "Zehn Prozent aller 25-Jährigen leiden unter Schwerhörigkeit, die eher ab 50 Jahren üblich ist." Er rät bei solchen Freizeitaktivitäten zum Tragen eines Gehörschutzes, ebenso beim Benutzen von lauten Geräten wie Rasenmäher oder Rüttelmaschinen. Bereits Ohrenstöpsel wie Oropax schützen.


 

Hören ein Leben lang

Immer im Einsatz

Der Hörsinn entwickelt sich bereits vor der Geburt zur Funktionsreife und er ist von da an ständig auf Empfang- auch in ruhiger Umgebung und im Schlaf. Das Gehör sorgt für Orientierung und Hilft dem Auge, wenn es dunkel wird.Mit einem funktionierenden Gehör lassen sich leise Töne aus lautem heraushören und unterscheiden. in der Kommunikation mit den Mitmenschen und über das Medium Musik sind die Ohren direkt mit der Gefühlswelt und dem Wohlbefinden vernetzt.

der Hörsinn verrät, wennin der Nähe eine Stecknadel fällt oder ein Windhauch weht.Er vermittelt auch den bleibenden akustischen Eindruck eines hahen Donnergrollens oder eines tieffliegenden Düsenjets. Das Gehör hältvieles aus, aber es ist verletzlich. Die Hörakustik ist heute in der Lage, einen großen Teil der Leistungsbreite des Gehörs mit modernerster Technik und intelligenter Anpassung auszugleichen.


 

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