R

Rauschen
Reflexion
Reparaturen
Richtcharakteristik
Ringleitung

 

Rauschen

Rauschen besteht aus vielen gleichzeitig auftretenden Tönen, deren Intensität ständig wechselt. Im Bereich der Audiometrie finden folgende Rauscharten Verwendung:
weißes Rauschen
gleichmäßig verdeckendes Rauschen
Schmalbandrauschen
sprachsimulierendes Rauschen
Beim weißen Rauschen sind sämtliche Teiltöne des Hörbereiches in schwankender Intensität vorhanden. Solch ein Rauschsignal findet seine Anwendung in der Schallpegelmesstechnik. Beim gleichmäßigen verdeckenden Rauschen nimmt die Intensität oberhalb von 500 Hz mit 3 dB pro Oktave ab. Mit diesem Rauschsignal wird die sogenannte Geräuschaudiometrie (nach Langenbeck) durchgeführt. Beim Schmalbandrauschen sind nur die Frequenzen um einen Schwerpunkt (Mittenfrequenz) vorhanden. Ein Schmalbandrauschen mit einer Mittenfrequenz von zum Beispiel 2000  Hz erscheint gleich laut wie ein reiner Ton der gleichen Frequenz. Das Schmalbandrauschen wird zur Vertäubung bei der Aufnahme der Hörschwellen eingesetzt. Beim sprachsimulierenden Rauschen ist die Zusammensetzung der darin enthaltenen Frequenzen auf einen Bereich von 100 Hz bis 8000 Hz begrenzt. Die Intensitäten fallen von 1000 Hz sowohl zu den tiefen Frequenzen (100 Hz = - 20 dB) als auch zu den hohen Frequenzen (8000 Hz = - 29,5 dB) ab. Das sprachsimulierende Rauschen dient zur Kalibrierung von Sprachaudiometern.

Reflexion
Trifft Licht auf ein Brillenglas, wird es zum Teil als Spiegelung (Reflexion) zurückgeworfen. Für den Brillenträger führt dies dazu, dass sich in seiner eigenen Brille Gegenstände aus der Umwelt spiegeln, so dass er oft nur verschwommen und wie durch einen Schleier sehen kann. Verweis: Entspiegelung

Reparaturen
Reparaturen an Hörsystemen sind sowohl für den Hörsystemträger als auch für Hörakustiker und Hörsystemhersteller ärgerlich. Trotz verbesserter Qualität der Bauelemente und des Einsatzes integrierter Schaltungen können jedoch auch weiterhin Reparaturen nicht ganz vermieden werden. Hauptursache für Reparaturen an Hörsystemen sind die eindringende Feuchtigkeit und durch Fall auf eine harte Unterlage entstehende Stöße. Die durch die Feuchtigkeit entstehende Oxidation an Bauelementen macht oft den Austausch von Schalter, Batteriekontakt, Trimmer oder Lautstärkesteller erforderlich. Bei mangelnder Pflege kann sogar die gesamte Elektronik des Verstärkers angegriffen werden. Durch Stoß und Fall sind meistens das Gehäuse oder Mikrofon und Hörer betroffen. Die Reparaturhäufigkeit ist abhängig von der Tragedauer, dem Umgang und der Pflege der Hörsysteme. Gerade im Sommer sollte das Hörsystem jeden Abend in ein elektrisches Trockengerät gelegt werden. Darüber hinaus können größere Reparaturen vermieden werden, wenn regelmäßige Inspektionen der Hörsysteme durchgeführt werden.

Richtcharakteristik
In der Mikrofontechnik beschreibt die Richtcharakteristik die Empfindlichkeit eines Mikrofons in Abhängigkeit vom Schalleinfallswinkel. Der Richtcharakter hängt ab von der Bauform des Mikrofons bzw. der digitalen Signalverarbeitung eines Mikrofonsystems, das aus mehreren Mikrofonen besteht.

Ringleitung
Eine Ringleitung ermöglicht den Hörsystemträgern ein Hören ohne störende akustische Einflüsse des Raumes. Dies geht aber nur bei Hörsystemen mit eingebauter Hörspule (Telefonspule). Eine Ringleitungsanlage besteht aus einem oder mehreren Aufnahmemikrofonen, einem Leistungsverstärker und der eigentlichen Ringleitung, einem manchmal mehrere hundert Meter langen Kabel. Die Vorteile der Ringleitung werden in vielen Kirchen, Theatern und Kinos ausgenutzt. Das akustische Signal wird durch die Ringleitungsanlage in ein Magnetfeld umgewandelt. Dieses Magnetfeld wird von der Hörspule des Hörsystems aufgenommen. Störende Einflüsse, wie Schallreflexionen, Hall oder geringe Lautstärke, werden so ausgeschlossen. Im häuslichen Bereich kann eine Ringleitung auch an ein Radio oder ein Fernsehgerät angeschlossen werden. Das Kabel wird dann unter dem Teppich oder entlang der Fußleiste verlegt.